BEES 2026 (Ghana)
Lokale Gemeinschaften
Lebensgrundlagen
Hintergrund
Imkerei bietet eine praktische Möglichkeit, Einkommensgenerierung mit ökologischer Wiederherstellung zu verbinden. In der Northern Region Ghanas herrschen günstige klimatische Bedingungen für die Honigproduktion, dennoch fehlt es vielen ländlichen Gemeinden an Zugang zu Schulungen, Ausrüstung und organisatorischer Unterstützung. Gleichzeitig haben extensive Landwirtschaft und veränderte Landnutzung zu einem Rückgang der Wildbienenpopulationen geführt, was sowohl die Biodiversität als auch die Bestäubung landwirtschaftlicher Kulturen beeinträchtigt.
Das Projekt Ghana BEES 2026 begegnet diesen Herausforderungen durch den Aufbau gemeinschaftlich organisierter Imkereigruppen in vier Dörfern: Tarikpaa, Jagrido, Chegu und Koduzhegu. Ziel ist es, sowohl die Lebensgrundlagen zu stärken als auch die Gesundheit von Bestäubern, die ökologische Resilienz und nachhaltige Landnutzung zu fördern.
Was wir tun
Das Projekt unterstützt die Gründung lokaler Imkereigruppen und bietet praxisnahe Schulungen zu nachhaltiger Bienenhaltung, Honigproduktion, Ernte und Verarbeitung. Besonderer Fokus liegt auf der Einbindung von Jugendlichen und Frauen sowie auf einem partizipativen Ansatz, der die gesamte Gemeinschaft einbezieht.
In den vier Dörfern werden jeweils 5 bis 10 Bienenstöcke unter Verwendung lokaler Materialien errichtet. Zusätzlich stellt das Projekt notwendige Werkzeuge und Schutzkleidung bereit und fördert landwirtschaftliche und forstliche Praktiken, die das Nahrungsangebot für Bienen verbessern und die Bestäubungsleistung in lokalen Agrarsystemen stärken.
Die Umsetzung erfolgt in mehreren Phasen über einen Zeitraum von zwölf Monaten, beginnend mit der Mobilisierung der Gemeinschaft und ersten Schulungen, gefolgt vom Bau der Bienenstöcke, der Entwicklung der Bienenvölker und der langfristigen Sicherung der Nachhaltigkeit.
Warum es wichtig ist
Imkerei verbindet auf einzigartige Weise ökologische und ökonomische Vorteile. Die Honigproduktion schafft zusätzliche Einkommensquellen für ländliche Haushalte, während stärkere Bienenpopulationen die Bestäubung, Biodiversität und landwirtschaftliche Produktivität fördern. Damit trägt das Projekt nicht nur zu besseren Lebensbedingungen bei, sondern auch zur Ernährungssicherheit und Klimaanpassung.
Das Projekt ist auf langfristige Nachhaltigkeit ausgelegt. Ein Teil der Honigerträge wird reinvestiert, um die Imkerei innerhalb der Gemeinden weiter auszubauen und die Abhängigkeit von externer Finanzierung zu reduzieren. So soll Ghana BEES 2026 zu einem tragfähigen Modell für gemeindebasierte Entwicklung werden.
Partner und lokale Einbindung
Ghana BEES 2026 wurde von Cécile Poitevin initiiert, Gewinnerin des Let’s Plant Fotowettbewerbs beim Tropentag 2025, der die finanzielle Grundlage des Projekts bildet. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in Nordghana, darunter Brendon Malovrh als Implementierungspartner.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die lokale Mitwirkung und Verantwortung. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt gemeinsam mit den Gemeinden, um Transparenz, Engagement und faire Teilhabe sicherzustellen. Die Bienenstöcke werden auf Gemeinschaftsland errichtet, sodass Nutzen und Verantwortung gemeinsam getragen werden.



Outlook
Ausblick
Ghana BEES 2026 ist als selbsttragende Initiative konzipiert. Einnahmen aus der Honigproduktion werden reinvestiert, um die Imkerei in den beteiligten Gemeinden weiter auszubauen. Gleichzeitig soll das Projekt weitere lokale Initiativen im Bereich Agroforst und Habitatrestauration anstoßen.
Langfristig hat das Projekt das Potenzial, zu einem skalierbaren Modell zu werden, das wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Wiederherstellung miteinander verbindet.
